Wer in Deutschland angeln möchte, braucht in der Regel einen Angelschein. Dieser Ratgeber erklärt allgemein, wie die Prüfung abläuft, was sie kostet und worauf du dich einstellen musst. Die genauen Regeln legt jedes Bundesland selbst fest.
Der Begriff Angelschein umfasst meist zwei Dinge: den Fischereischein und die Fischereiprüfung. Der Fischereischein ist die behördliche Berechtigung zum Angeln. Voraussetzung dafür ist in den meisten Bundesländern das Bestehen der Fischerprüfung.
Zusätzlich brauchst du immer einen Erlaubnisschein (auch Angelkarte genannt) für das konkrete Gewässer, an dem du angeln willst. Der Fischereischein allein berechtigt nicht zum Angeln an einem bestimmten See oder Fluss.
Hinweis: Diese Darstellung ist vereinfacht und nicht rechtsverbindlich. Die genauen Bestimmungen findest du auf den Seiten deines Bundeslandes.
Der Weg zum Angelschein läuft in den meisten Bundesländern ähnlich ab:
Die Vorbereitungskurse werden in der Regel von örtlichen Angelvereinen oder Verbänden angeboten und dauern je nach Bundesland einige Tage bis wenige Wochen.
Die Kosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen und unterscheiden sich je nach Bundesland und Anbieter:
Insgesamt solltest du für den ersten Angelschein mit rund 100 bis 250 Euro rechnen. Hinzu kommen später die Kosten für Erlaubnisscheine der einzelnen Gewässer.
Die Fischerprüfung besteht meist aus einem Fragenkatalog mit mehreren Themengebieten. Typischerweise musst du Fragen zu Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde, Tier- und Naturschutz sowie Recht beantworten.
In vielen Bundesländern stammen die Fragen aus einem festen, öffentlich einsehbaren Fragenkatalog. Wer diesen gewissenhaft durcharbeitet, besteht die Prüfung in der Regel ohne Probleme. Manche Bundesländer verlangen zusätzlich einen praktischen Teil, etwa das Erkennen von Fischarten oder das Aufbauen einer Angelmontage.
Das Fischereirecht ist in Deutschland Ländersache. Deshalb unterscheiden sich Prüfungsumfang, Kosten und sogar die Pflicht zur Prüfung von Bundesland zu Bundesland. In einigen Regionen gibt es Sonderregelungen, etwa einen Touristenfischereischein für Urlauber, der ohne vollständige Prüfung gilt.
Informiere dich daher immer auf den offiziellen Seiten deines Bundeslandes oder bei einem örtlichen Angelverein über die genauen Anforderungen. Die Fischkunde, die du für die Prüfung brauchst, kannst du spielerisch im kostenlosen LeLi Angelspiel vertiefen und dir Fischarten und Methoden einprägen.
Diese Übersicht ist vereinfacht und nicht rechtsverbindlich.